Consulting Markt Deutschland

Consulting Markt Deutschland
Lars Otto Consulting

Der deutsche Consulting-Markt 2026 – Ein Bericht

Die Lage in Zahlen

Der deutsche Unternehmensberatungsmarkt hat 2025 ein eher zähes Jahr hinter sich gebracht: Nur 0,5 Prozent Wachstum, ein Gesamtumsatz von 49,0 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet der Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) jedoch mit einer spürbaren Erholung – ein Plus von 4,5 Prozent, was den Markt auf rund 51,1 Milliarden Euro heben würde. Die optimistischere Lünendonk-Blitzumfrage geht sogar von durchschnittlich 8,1 Prozent Umsatzwachstum bei den Beratungshäusern aus – mehr als das Vierfache des Vorjahreswerts.

Wichtig dabei: Dieser Aufschwung ist nicht konjunkturell getragen. Die meisten Marktteilnehmer rechnen erst ab 2027 mit einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung. Was 2026 wächst, wächst wegen strukturellem Transformationsdruck – nicht, weil es der Wirtschaft insgesamt besser geht.

Wer wächst, wer stagniert

Der Markt differenziert sich deutlich:

  • Mittelgroße Beratungen (1–50 Mio. Euro Umsatz) treiben das Wachstum, mit Raten zwischen 0,5 und 2,0 Prozent.
  • Große Beratungen (über 50 Mio. Euro Umsatz) stagnieren nahezu (0,0 Prozent).
  • Kleine Beratungen (unter 1 Mio. Euro Umsatz) stehen weiter unter Druck, mit Rückgängen von bis zu 2,5 Prozent.

Das bestätigt sich auch bei den großen Namen: Die Top-20-Beratungen mit Sitz in Deutschland wuchsen 2025 im Schnitt nur noch um 4,1 Prozent – deutlich weniger als die 7,5 Prozent im Vorjahr. Sechs der Top 20 verzeichneten sogar Umsatzrückgänge, während einzelne Häuser bis zu 26 Prozent zulegten. Konsolidierung statt Gleichlauf ist das Stichwort.

Die stärksten Beratungsfelder

Nach Themen betrachtet:

  • Strategieberatung: +5,2 Prozent erwartet für 2026
  • IT-Beratung: +4,7 Prozent
  • Organisations- und Prozessberatung: +3,5 Prozent, nach leichtem Rückgang 2025
  • HR-Beratung: +4,2 Prozent, ebenfalls nach einem schwachen Vorjahr

Nach Kundenbranchen betrachtet, wachsen aktuell besonders: Energie- und Versorgungswirtschaft (+6,5 %), Public & Non-Profit (+6,1 %), Kreditinstitute (+5,5 %), sowie Healthcare und Professional Services (je +5,3 %). Auch die Verteidigungs- und Rüstungsindustrie gewinnt durch den erhöhten Bundeswehr-Etat für 2026 spürbar an Bedeutung als neues Beratungsfeld.

Klassische Industriezweige wie Fahrzeugbau (+1,4 %) und Chemie (+0,5 %) wachsen dagegen deutlich unterdurchschnittlich – ein Beleg dafür, dass sich die Nachfrage im Markt strukturell verschiebt, weg von den traditionellen Kernbranchen.

KI als Wachstumstreiber

Kein Thema prägt den Markt aktuell stärker als Künstliche Intelligenz. KI-Beratungsprojekte wuchsen 2025 um rund 19 Prozent – für 2026 wird sogar ein Plus von 22 Prozent erwartet, weit über dem Marktdurchschnitt. Dabei wirkt KI doppelt: Sie ist selbst ein Beratungsfeld, und sie ist gleichzeitig der Hebel, mit dem Beratungen ihre eigenen internen Prozesse effizienter machen.

Was das für Interim & Consulting insgesamt bedeutet

Zwei Entwicklungen sind für die Positionierung als Interim-Manager und Berater besonders relevant:

  1. Restrukturierung und Transformation sind der eigentliche Wachstumsmotor – nicht klassisches Strategie-Consulting im luftleeren Raum. Wer wie ich sowohl beraten als auch operativ umsetzen kann, deckt genau die Nachfrage ab, die aktuell am stärksten wächst.
  2. Kleinere, spezialisierte Anbieter stehen unter Druck, während differenzierte Nischenpositionierungen mit klarem Kundennutzen eher bestehen. Genau deshalb zählt eine klare Zweiteilung wie Interim und Consulting, statt sich als "irgendein Berater" zu positionieren.

Fazit

Der Markt wächst 2026 wieder – aber nicht gleichmäßig, und nicht, weil es allen Unternehmen bessergeht. Er wächst, weil der Druck zur Veränderung bleibt: Restrukturierung, KI-Transformation, neue geopolitische Realitäten. Genau in diesem Umfeld zählt weniger die Größe der Beratung als die Fähigkeit, schnell zu liefern statt nur zu empfehlen.

Was das für mich bedeutet

Genau in dieser Marktlage sehe ich meine Rolle: Ich bin Lars Otto, und ich arbeite bewusst mit zwei Strängen – Interim und Consulting – statt mich auf eine Schublade festlegen zu lassen. Die Zahlen oben zeigen, warum das gerade jetzt Sinn ergibt: Reine Empfehlung ohne Umsetzung verliert an Boden, während Restrukturierung, Transformation und schnelle operative Entscheidungen der eigentliche Wachstumstreiber sind.

Ich habe genau das in der Praxis gemacht – über Branchen hinweg, vom Ein-Mann-Betrieb bis zur Organisation mit 450 Mitarbeitenden: Orgatech skaliert, REINKULTUR saniert, M24 aus der Insolvenz geholt, JUMIS Pharma bis zum Exit begleitet. Mein Ansatz bleibt dabei immer gleich: Hinhören, überlegen, umsetzen, volle Kontrolle behalten – bis das Ergebnis steht.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen genau vor der Frage stehen, die der Markt gerade stellt – brauche ich jemanden, der berät, oder jemanden, der auch anpackt – sprechen Sie mich gerne an.

Quellen: Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU), Studie "Facts & Figures zum Consultingmarkt 2026"; Lünendonk-Liste 2026 / Lünendonk-Blitzumfrage.

lars.otto@ai-live.info